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Nein sagen

Rudolf Preuß

Man höre auf Hamburgs Wähler: Sie sagten klar NEIN zu dem, was Rot-Grün hier in NRW will: Nein zum sog. „längeren, gemeinsamen Lernen“. Daraus will unsere neue Regierung aber nicht lernen – wir machen das alles gaaanz, ganz anders: nur im Konsens ändern wir die Schule! Aber was, wenn Eltern- oder Ratswille jährlich wechseln, um nur eins der Probleme anzusprechen?

Wir in der Senioren-Union sind zwangsläufig schon alt, Großeltern, manche sogar Urgroßeltern. Schule interessiert uns also noch. Die ehemaligen Lehrer unter uns, darunter auch der Vorsitzende der Senioren-Union der CDU Overath, Rudolf Preuß, vermissen noch immer ihre Schülerinnen und Schüler. Die Schulpolitik vermissen sie nicht.

Ihr ganzes Berufsleben war von Schulstrukturdebatten geprägt bis hin zum Volksbegehren von 1978, das die sog. ko-operative Schule versenkte. „Schick‘ Dein Kind länger auf bessere Schulen“ – dieser Spruch ruinierte das Ansehen der Hauptschule; „Begabungsreserven wecken“ – wie durch Wunder gelungen; die reformierte gymnasiale Oberstufe – ziemlich gelungen; differenzierte oder integrierte Gesamtschulen als das Non-plus-ultra – unentschieden. Ein Slogan nach dem anderen. Man ließ die Schule nicht zur Ruhe kommen.

Wie Strukturdebatten vermeiden? Mit kleineren Klassen. Drei Wochenstunden in einem Hauptfach der Mittelstufe und dann noch Klassenleiter: Wie soll da die Förderung einzelner Kinder gelingen? Rüttgers 8000 neue Lehrer wiesen den Weg, längeres gemeinsames Lernen führt in die Irre.

Rudolf Preuß

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