Nordrhein-Westfalen
führend im Gewässerschutz
Spannende Exkursion an die Sieg
Es
gibt wohl keinen Lebensraum, der so kompliziert ist, wie
ein Fluss. Darüber waren sich alle Teilnehmer am Ende
des Besuchs im Fischereimuseum Bergheim an der Sieg mit
Rainer Deppe MdL einig. Zuvor hatte Willi Engels,
Vorsitzender der 1000-jährigen Fischereibruderschaft,
bei einer Wanderung zur Mündung der Sieg in den Rhein
spannend über das Ökosystem Fluss informiert.

Besondere Bedeutung nahm das nordrhein-westfälische
Wanderfischprogramm ein. Inzwischen kehren Jahr für Jahr
mehr Lachse wieder an den Ort Ihrer Jugendentwicklung
zurück. Die Bemühungen, Flüsse in einen naturnahen
Zustand zu versetzen und von unnötigen Barrieren zu
befreien, zeigen erste Erfolge. Vor unserer Haustür im
Rheinisch-Bergischen Kreis haben wir mit der Dhünn und
ihren Nebenbächen den ersten Fluss, in den Wanderfische
von der Nordsee hinein und ungehindert bis zur Quelle
bzw. zur Staumauer schwimmen können.
Die Fischereibruderschaft verfolgt einen interessanten
Weg, die Fischbestände in der Sieg wieder zu erhöhen. In
den abgeschlossenen Gewässern, überwiegend Altarme der
Sieg, wachsen die Jungfische ungestört heran und werden
im Herbst durch Öffnen der Tore in den Fluss entlassen.
So leistet die Bruderschaft einen wichtigen Beitrag
dazu, die heimischen Stämme der verschiedenen Fischarten
im Sieggebiet zu erhalten.
Bei einem abschließenden von Ludwig Ecker und dem
Vorsitzenden des Fischereimuseums-Fördervereins Dr.
Gerhard Klinke exzellent vorbereiteten, köstlichen
Fischimbiss wurde noch intensiv diskutiert. Einig waren
sich alle Teilnehmer: Das Fischereimuseum, ein Projekt,
das nur durch die Regionale 2010 realisiert werden
konnte, und ein Besuch an der Sieg sind allemal einen
Besuch wert.
http://www.fischereimuseum-bergheim.de/
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