Mensaubau im Schulzentrum Cyriax
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Oliver Hahn |
Der
Bau der neuen Mensa am Schulzentrum Cyriax in Overath
ist derzeit Gegenstand einer öffentlichen Debatte, in
der es um angebliche Mehrkosten, Fehlinformationen und
falsche Haushaltsansätze geht. Eine angebliche
Kostenexplosion von 2,8 Mio EUR auf 3,5 Mio EUR wird in
diesem Zusammenhang behauptet. Es entsteht dabei in der
Außendarstellung der Eindruck, als sei das ein oder
andere nicht mit rechten Dingen abgelaufen, zumindest
aber schlecht geplant worden. Aus diesem Grunde sollen
an dieser Stelle der Entscheidungsprozess und der
bisherige Ablauf erläutert werden, ohne berechtigte
Kritik zu verschweigen.
Die
Entscheidung, im Schulzentrum Cyriax eine neue Mensa für
alle drei weiterführenden Schulen und deren zukünftige
Ganztagsbetreuung zu bauen, ist in den politischen
Gremien einstimmig gefallen. Grundlage hierfür war
zunächst eine Machbarkeitsstudie, die den Standort
Cyriax für geeignet hielt und nach deren Planungen eine
solche Mensa ca. 2,3 Mio EUR kosten sollte. Hierbei war
allen Beteiligten klar, dass dies nicht die
verbindlichen Kosten sein würden. Diese waren vielmehr
dem sich anschließenden Architektenwettbewerb
vorbehalten. Dieser Wettbewerb, der entsprechend den
gesetzlichen Vorgaben durchgeführt wurde, wies nach
einem sehr umfangreichen und zeitaufwendigen Verfahren
die Architektengruppe „sic.“ als Sieger aus. Auf der
Grundlage dieses Modells wurden dann die hierfür konkret
erforderlichen Kosten ermittelt. Diese wurden von den
beauftragten Fachplanern nunmehr inkl. aller Nebenkosten
und Mehrwertsteuer auf 3,5 Mio EUR berechnet.
Entsprechend hat der Kämmerer diesen Betrag in den
Haushalt 2011 eingestellt.
Dies
bedeutet zunächst, dass die ermittelten Kosten sich
exakt aus den Vorgaben der insoweit verbindlichen
Planung herleiten lassen. Eine fehlerhafte Berechnung
ist dabei nicht zu erkennen.
Weshalb wird gleichwohl von einer unerwarteten
Kostensteigerung gesprochen?
Die
Informationen, die den zuständigen Ratsmitgliedern in
den entsprechenden Ausschüssen erteilt wurden, waren
zwar nicht falsch. Sie waren aber unvollständig bzw.
nicht transparent. Es wäre wünschenswert gewesen, wenn
die Differenz der Kosten aus der Machbarkeitsstudie zu
den tatsächlich erforderlichen Kosten frühzeitig
erläutert worden wäre. In gleichem Maße hilfreich wäre
es gewesen, wenn die verschiedenen Komponenten des
Gesamtbetrages aufgeschlüsselt worden wären. Dann hätte
sich der Betrag in Höhe von 3,5 Mio EUR ohne weiteres
direkt nachvollziehen lassen. Der Eindruck einer
unerwarteten Kostensteigerung wäre gar nicht erst
entstanden.
Die
CDU-Fraktion hat daher Verständnis für die insoweit an
der Verwaltung geäußerten Kritik. Sie hat aber keinen
Zweifel daran, dass die bisherige Planung und Umsetzung
des Projektes fachlich einwandfrei erfolgt sind.
Das
Projekt Mensa ist von allen gewollt. Damit es nicht
ungewollt zerredet wird, sollte nunmehr zur Sachlichkeit
zurück gefunden werden.
Für
die CDU-Fraktion
Oliver Hahn
Vorsitzender
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