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Was Opposition vielleicht wirklich bedeutet

Wenn man so manchen Bericht in den Medien ließt, dann muss man sich doch ernsthaft fragen, ob der Begriff Opposition gleichzusetzen ist mit der Verpflichtung alles schlecht zu reden und grundsätzlich dagegen zu sein. Hört und ließt man beispielsweise manchen Beitrag der Overather SPD-Genossen, so kann man den Eindruck gewinnen, dass diese These zutreffend ist. So zieht beispielsweise SPD-Ratsherr Trefz als Overather Don Quijote gegen Pläne eines Nahversorgers für den Stadtteil Heiligenhaus zu Felde. Obwohl auf einer von der Stadt einberufenen Bürgerversammlung die Bürgerinnen und Bürger sich sehr eindeutig für einen bis zu 800 Quadratmeter großen Versorgungsmarkt ausgesprochen hatten, verfolgt Trefz nur die oppositionelle Grundrichtung des „ich bin dafür, dass ich dagegen bin“. Vorschläge der Bürgerschaft nach einem Getränkemarkt werden ignoriert und auch eine mögliche Umsiedlung eines ortsansässigen Bäckereibetriebes werden mit einem Ohr vernommen und mit dem anderen wieder aus dem Bewusstsein ausgeschieden. Gerade auf Grundlage des demografischen Wandels hat die CDU mit ihrer politischen Zielrichtung natürlich mehr als Recht, in den Ortsteilen Nahversorger vorzuhalten. Älteren Bürgerinnen und Bürgern sollte es doch möglich gemacht werden in ihrem sozialen Umfeld fußläufig Besorgungen des Grundbedarfs zu verrichten. Es ist schon merkwürdig, wie sinnvolle Vorhaben totgeredet und auf der anderen Seite eigene Projekte unkritisch betrachtet werden. Wieso hört man keine kritischen Worte von Ratsherr Trefz über das anstehende Projekt „Gut Eichthal“? Ist dieses Projekt wirklich unkritisch zu betrachten? Oder hat die Treftzsche Funkstille etwas damit zu tun, dass Herr Trefz Vorsitzender des Vereins „Freunde und Förderer Gut Eichthal“ ist? Vielleicht spart sich Ratsmitglied Trefz auch seine Kritik für den Spatenstich am 10.Juni auf. Wie man dem Kölner Stadt Anzeiger entnehmen konnte, wirft Trefz der Verwaltung und auch der CDU vor die von der Verwaltung einberufene Bürgerversammlung in Heiligenhaus als Wahlkampfveranstaltung missbraucht zu haben. Vielleicht sollte Herr Trefz dann auch die Haushaltsrede von SPD Ratsherr Schlömer, dem SPD-Experten für alles, kritisieren. Der wollte es sich bei den Haushaltsberatungen der letzten Stadtratssitzung nicht nehmen lassen einen Teil seiner Haushaltsrede der Person des Overather CDU Landtagsabgeordneten Rainer Deppe zu widmen. Ist man ein Schelm, wenn man bei solchen für den Overather Haushalt irrelevanten Beiträgen anderthalb Wochen vor der Landtagswahl ernsthaft an Wahlkampf denkt? Die von der Overather SPD im Wahlkampf forcierte und letztendlich gescheiterte Schmutzkampagne gegen den beliebten CDU Landtagsabgeordneten hat gezeigt, dass es vielleicht doch Aufgabe der Opposition ist, nur alles schlecht zu reden.

Hardy Kohkemper
Stellv. CDU-Vorsitzender

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