Kölner Krippen
Am Dreikönigstag, als die Heiligen Drei Könige zu ihrem
Besuch an der Krippe angekommen waren, machte sich auch
die Senioren-Union der CDU Overath auf den Weg.
Mit Markus Eckstein ging sie zum vierten Mal auf einen
literarischen Krippenweg. Ziele waren diesmal die
Krippen in vier Kirchen:
Die romanische Apostelkirche am Neumarkt, als Kontrast
dazu die neu-romanische St.-Michaels-Kirche im
Belgischen Viertel, dann die neugotische
Herz-Jesu-Kirche am Zülpicher Platz und schließlich St.
Mauritius, die nach schwersten Kriegszer-störungen
wieder aufgebaute, ehemals ebenfalls romanische Kirche
(kurz nach 1800 abgebrochen, neugotisch erneuert) an der
Jahnstraße. Die Krippen können verschiedener kaum sein.
Die in St. Aposteln ist das traditionell schöne Abbild
des Geschehens im Stall von Bethlehem. Die in St Michael
zeigt in jeder Figur, dass sie in schwerer Zeit, nämlich
den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts,
entstanden ist, mit expressionistisch ausdrucksstarkem
Personal. Die beiden anderen sind einander, als Folge
des neuen Pfarrverbands, zu dem beide Kirchen gehören,
sehr ähnlich in ihrer Modernität. Sie stellen auch die
historisch-politischen Entwicklungen unserer Zeit mit
Mauerfall und Wende dar.
Dazu las Eckstein passende Texte, von einer barocken
Litanei über Brecht bis zu sehr kritischen Aussagen
unserer Zeit. Offenbar gefiel den Overathern Ecksteins
Auswahl sehr, und man freut sich schon auf den nächsten
Termin mit ihm, eine Domführung am 19. Mai.
Rudolf
Preuß
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