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Turnhalle Immekeppel – eine Entscheidung für den Sport

Oliver Hahn

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 4.11.2009 mit den Stimmen von CDU und FDP beschlossen, in Immekeppel eine Zweifachturnhalle mit Mehrzweckfunktion zu bauen. SPD, Bündnis 90/Grüne und BFO haben gegen diesen Vorschlag gestimmt. Nach ihrer Auffassung ist diese Maßnahme mit der Haushaltssituation der Stadt Overath nicht vereinbar. Von finanzpolitischer Verantwortungslosigkeit und Steuerverschwendung ist in diesem Zusammenhang die Rede – der komplexen Sachlage wird eine solch plakative Verweigerungshaltung jedoch nicht gerecht.

Immekeppel benötigt seit langem eine neue Turnhalle. Dies ist unstreitig und wird von niemandem bezweifelt. Immekeppel benötigt auch eine eigene Versammlungsstätte, um dem vielfältigen Bedarf an örtlichen Veranstaltungen Raum geben zu können. Aus diesem Grunde liegt es auf der Hand, eine neue Halle mit einer Mehrzweckfunktion zu versehen. Das erfolgreiche Beispiel der Glück-Auf-Halle in Untereschbach zeigt, wie gewinnbringend eine solche Versammlungsstätte für ein Ortsleben ist.

Als Ergebnis einer intensiven Abwägung ist es schließlich richtig, die Dimension einer Zweifachhalle zu wählen. Hierfür sprechen eindeutig die Anforderungen des sportlichen Bedarfs. Dieser Bedarf definiert sich heute anders als vor 30 Jahren, als mit einer Einfachhalle das Spektrum sportlicher Betätigung für einen ganzen Ort abgedeckt war. Schule, Offene Ganztagsschule und Vereinssport ergeben heutzutage einen veränderten, weitergehenden Raumbedarf, insbesondere in der engen Verflechtung von Schule, Bildung und Sport. Diesen veränderten Raumbedarf erfahren wir im übrigen derzeit auch im Zusammenhang mit der Entwicklung an unseren Schulen – die Schulräume von gestern sind dem schulpädagogischen Inhalt von heute nicht mehr angepasst. Genauso ist eine Einfachhalle nicht mehr in der Lage, den Anforderungen des Sports von heute zu genügen, erst recht nicht, wenn ein Verein dort auch Wettkampfsportarten wie etwa Handball oder Basketball betrieben will. Vor drei Jahren wurde in Marialinden ebenfalls eine Zweifachhalle gebaut. Diese Halle ist heute durchgehend belegt, weil den Nachfragen von Verein und Schule endlich Angebote gegenübergestellt werden konnten. 

Die Turnhalle Immekeppel ist eine Investition für die nächsten Jahrzehnte. Diese Investition tut uns heute angesichts der kommunalen Finanznot auch in der Stadt Overath weh. Dies gilt allerdings genauso für viele andere investive Maßnahmen wie z.B. das Regionale-Projekt Gut Eichthal, denen SPD und Bündnis 90 / Grüne wiederum völlig bedenkenlos gegenüberstehen. Die schlechtere Entscheidung wäre es in jedem Fall, heute am Bedarf vorbeizuplanen und dies in zehn oder fünfzehn Jahren reparieren zu müssen.

Die Entscheidung für die Zweifachhalle Immekeppel war keine einfache Entscheidung. Aber sie war sachlich abgewogen mit dem Blick für die gebotene infrastrukturelle Weiterentwicklung in Immekeppel.

Für die CDU-Fraktion

Oliver Hahn
Fraktionsvorsitzender

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