Rainer Deppe ist nach 24 h an der
Wildschweinsammelstelle angekommen.
"Ich will sehen, wie das, was wir im Landtag beraten,
vor Ort funktioniert", erklärt Rainer Deppe, warum er
jedes Jahr eine 24-Stunden-rund-um-Uhr-Tour durch seinen
Wahlkreis unternimmt.
Vor den Start am Donnerstagmorgen des 15. Oktober war
bei - 4°C erst einmal Scheibenfreikratzen angesagt. Dies
blieben dann aber auch die einzigen Minusgrade, obwohl
für Rainer Deppe und seine Begleitung angesichts der
Erschöpfung nach 24 Stunden am nächsten Morgen (Freitag
16. Oktober) die "gefühlten" Temperaturen wieder ganz
schön niedrig lagen.
Schlusspunkt der Runde war nämlich die
Wildschweinsammelstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises
in Overath-Untereschbach. Hier zeigte Kreisveterinär Dr.
Thomas Mönig, wie die landesweit vorbildliche
Quarantänestation für erlegte Wildschweine funktioniert.
Seit dem Ausbruch des ersten Falls der hochansteckenden
Wildschweinepest Anfang dieses Jahres muss jedes erlegte
Wildschwein zunächst untersucht werden. In den
blitzblanken Kühlcontainer in Untereschbach hängen die
Jäger erlegte Wildschweine aus dem Kreisgebiet und aus
Köln. Erst wenn einige Tage später anhand der im
staatlichen Labor untersuchten Gewebeproben die
Unbedenklichkeit festgestellt ist, wird das Fleisch vom
Veterinäramt freigegeben. "Bisher ist es in NRW
gelungen, ein Überspringen der Krankheit auf
Hausschweinebestände zu verhindern," beschreibt Dr.
Mönig die Wirksamkeit der Vorkehrungen. WIchtigstes
Element ist aber die Impfung der Wildschweine. In der
letzten WOche wurden gerade wieder 14.000
Schluckimpfungen für die 350 Kirrstellen innerhahlb des
Kreisgebietes ausgegeben.
12 Stationen kreuz und quer durch den
Rheinisch-Bergischen Kreis zwischen Overath, Leichlingen
und Wermelskirchen, vollgepackt mit Gesprächen,
Besichtigungen und Diskussionen gehörten diesmal zu Tour
von Rainer Deppe. Ob bei den Ehrenamtlichen Helfern von
Essen auf Rädern, der Automobilzulieferindustrie, im
Kindergarten, bei einer Chorprobe, auf einer
Autobahnbaustelle, im Handwerksbetrieb, in einer
Hotelküche, im Stellwerk der Deutschen Bahn, in der
Gärtnerei, beim Apothekennotdienst. "Politik ist überall
drin - und da ist es gut, direkt vor Ort die
Auswirkungen zu erfahren," zieht Rainer Deppe eine
positive Bilanz seiner Tour.