CDU Kreisverband Musterstadt
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Gespräch mit Hartmut Kohkemper

Hartmut ("Hardy") Kohkemper

 Geboren             24.09.1966

In                            Homberg j. Duisburg

Familienstand   Ledig

Beruf                     Dipl.-Sozialarbeiter

                                 in der Offenen

                                Jugendarbeit Overath

Hobbys                Fußball, Sport, Fern-

                                reisen, Politik,

 

 

 

Wie war Ihr bisheriger politischer Werdegang?

„Im Jahr 2003 bin ich in die CDU eingetreten. Auslöser war dabei das unerträgliche Gehabe von SPD Kanzler Schröder. In 2007 bin ich dann vom damaligen Overather CDU Vorsitzenden Rainer Deppe angesprochen worden, ob ich mir nicht vorstellen könnte, in der CDU aktiv mitzuarbeiten. Na ja, als er mir dann den Posten des Pressesprechers vorschlug, war ich doch ein wenig überrascht. So bin ich halt seit September 2007 der Pressesprecher der CDU Overath. Da ich, bedingt durch meine berufliche Tätigkeit in der OJO, ganz gut mit jungen Menschen arbeiten kann, habe ich im Jahr 2008 dabei mitgeholfen, eine Junge Union in Overath neu aufzubauen. Als dann unsere Partei über die Nominierung der Stadtratskandidaten diskutierte, war für mich sofort klar, dass ich die Menschen in Overath am besten unterstützen kann, indem ich im Stadtrat mitarbeite.“

 

Wie sind Sie in die Politik gekommen?

„Ich stamme aus einem konservativ-liberal geprägten Elternhaus, indem die CDU immer schon eine große Bedeutung gehabt hat. Meine Großmutter war CDU Gründungsmitglied ihres Ortsverbandes nach dem Krieg und mein Vater war bis zu seinem Tod im Jahr 2005 mehr als 40 Jahre lang CDU Parteimitglied. Da meine persönlichen Einstellungen weitestgehend mit denen der CDU übereinstimmten, habe ich mich entschlossen, in die CDU einzutreten.“

 

Was interessiert Sie an Politik?

„Politik ist für mich die Möglichkeit Demokratie zu leben. Viele Menschen auf der Welt haben in ihren Heimatländern nicht diese einmalige Gelegenheit ohne Angst vor Verfolgung ihre Meinung offen zu sagen, ihr Leben frei zu gestalten und an freien und geheimen Wahlen teilzunehmen. Dass mir mit meiner Geburt als Deutscher diese Gnade Gottes zuteilgeworden ist, ist meine persönliche Verpflichtung mich politisch zu interessieren und mich dabei für andere Menschen zu engagieren.“

 

Warum die CDU?

„Die CDU verbindet für mich als einzige Partei Wirtschafts- und Sozialpolitik zu einem ausgewogenen Gesamtkonzept. Dabei spielt für mich die Definition von Freiheit, die mir die CDU anbietet, eine entscheidende Rolle. Ich halte Gemeinschaft für sehr wichtig und stimme an dieser Stelle mit anderen demokratischen Vorstellungen überein. Allerdings möchte ich als Teil der Gemeinschaft die Möglichkeit haben mein Leben selbst und in Eigenverantwortung zu gestalten. Diese Möglichkeit bietet mit persönlich nur die Politik der CDU.“

 

Für welchen Wahlkreis kandidieren Sie?

„Ich kandidiere für den Wahlkreis 4 in Steinenbrück, grob gesagt die Olper Str., die Römerstraße, die Bücheler Str. und alles was den Berg hinaufgeht, die Barbarastraße und Teile der Zöllnerstraße und der Holzbachtalstraße (bis zur Autobahnbrücke).

 

Warum haben Sie sich dazu entschlossen, Stadtrat zu werden?

„Ich möchte dazu beitragen, dass die Menschen in Steinenbrück und in Overath vernünftige Lebensverhältnisse haben. Das kann ich am besten, indem ich Stadtrat werde.“

 

Welche Ziele verfolgen Sie in ihrer politischen Arbeit?

„Ich möchte gerne versuchen, Menschen Demokratie näher zu bringen. Dieses Ziel verfolge ich auch schon lange in meiner beruflichen Tätigkeit in der OJO. Genauso, wie ich Jugendliche von den Werten der Demokratie nicht nur überzeugen, sondern ihnen auch Wege der Mitbeteiligung und Mitgestaltung aufzeige, möchte ich versuchen, alle Bevölkerungsschichten für eine aktive Mitgestaltung von Demokratie in Overath zu gewinnen. Politik, das sind für mich nicht irgendwelche Politiker, das sind wir alle, vom kleinen Kind bis zum Senior.“

 

Haben Sie ein Leitmotto für ihre politische Arbeit?

„Ich möchte mich politisch für die Menschen in Steinenbrück und Overath so engagieren, dass ich mich niemals schämen möchte, wenn ich mich morgens im Spiegel ansehe.“

 

Gibt es für Sie einschneidende politische Ereignisse?

„Auf diese Frage kann man nur mit dem Mauerfall antworten. Ich war damals in der Bundeswehr und habe den Niedergang des Kommunismus aus einer ganz besonderen Sicht erlebt. Niemand wusste damals, wie die Sache ausgehen würde. Ehrlich gesagt finde ich auch die Fußball Weltmeisterschaft 2006 ein einschneidendes politisches Ereignis. Ich finde es klasse, dass wir Deutsche mehr als 60 Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg endlich unsere Identität gefunden haben. Mittlerweile ist es doch selbstverständlich, dass man „Schwarzrotgold“ zeigt und die Nationalhymne singt ohne das man sich irgendwie komisch vorkommt. Wir Deutsche haben heute ein Nationalgefühl, ohne nationalistisch zu sein. Das ist toll.“

 

Wie beurteilen Sie die bundespolitische Entwicklung?

„Viele Menschen haben nach der letzten Bundestagswahl geglaubt, dass mit der Großen Koalition alles besser wird. Nun, es ist ja auch einiges besser geworden. Man denke nur an den Rückgang der Arbeitslosenzahlen. Dennoch wollten viele Menschen es nicht wahrhaben, dass CDU und SPD eigentlich zwei unterschiedliche politische Ansätze verfolgen. Es war doch eigentlich klar, dass diese Regierung nur dann funktionieren kann, wenn beide Seite Kompromisse schließen, die sie eigentlich gar nicht wollen. Unter diesem Gesichtspunkt finde ich schon, dass die Große Koalition gut gearbeitet hat. Für die aktuelle wirtschaftliche Situation ist die Bundesregierung nun wirklich nicht verantwortlich. Um so mehr ärgert mich das Rattenfängergetue der Linkspartei, die wirklich glauben die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Deren Konzepte basieren auf Populismus und 40 Jahre menschenverachtender Diktatur.“

 

Was ist für Sie das positivste Ereignis Overaths in dieser Wahlperiode?

„Für mich persönlich der Umbau des Hallenbades. Ich finde Overath hat hier etwas gegen den Trend gemacht. Schauen wir uns doch einmal in vielen anderen Kommunen um. Hier werden reihenweise Schwimmbäder geschlossen oder verkauft. Die Begründung ist eigentlich überall gleich: Geld! Unsere Stadt hat das aber anderes gesehen. Auch hier kostet das Schwimmbad Geld, allerdings hat hier die Vernunft vor dem Geldbeutel gesiegt. Eine Stadt lebt doch vor allem auch durch ihr gesellschaftliches Angebot. Dazu gehört für mich auch ein Schwimmbad. Außerdem ist es doch erschreckend, wenn Statistiken darauf hinweisen, dass immer weniger Kinder schwimmen können. Wenn nur ein einziges Kind durch den Besuch des Badinos schwimmen gelernt hat und vor dem Ertrinken gerettet werden kann, hat sich jeder Euro mehr als gelohnt.“

 

Wo sehen Sie für Overath Handlungs- und Entwicklungsbedarf?

„Overath ist keine perfekte Stadt. Ich glaube, dass es so etwas gar nicht gibt. Overath ist aber eine besondere Stadt, die sich durch ihre Lage und ihre Menschen auszeichnet. So gesehen gibt es immer etwas zu tun, um die Lebensqualität und die veränderten Lebensverhältnisse zu verbessern. Für mich steht da an erster Stelle der Bildungsbereich. Dazu zähle ich sowohl die schulische, als auch die außerschulische Bildung. Hier müssen wir daran arbeiten ein modernes Bildungsangebot für alle Generationen in Overath, weiter zu entwickeln. Ein ganz großes Thema ist natürlich auch die Unterstützung der Vereine und die Förderung des gesellschaftlichen Lebens in den einzelnen Stadtteilen. Meiner Meinung nach muss die Politik dafür sorgen, dass entsprechende Rahmenbedingungen in den Ortsteilen geschaffen werden.“

 

Wo sehen Sie Handlungsschwerpunkte ihrer Ratstätigkeit?

„Als Sozialarbeiter sehe ich natürlich einen Schwerpunkt meiner Ratstätigkeit in der Sozialpolitik. Durch meine berufliche Tätigkeit in der OJO spielt hier natürlich die Jugendpolitik eine wichtige Rolle. Dennoch möchte ich mich nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern auch für Familien, Senioren und Alleinerziehende einsetzen, um deren Lebensverhältnisse zu verbessern.“

 

Was sind ihre Ziele für ihren Wahlbezirk Steinenbrück?

„Anders als die SPD in Overath möchte die CDU trotz schwieriger Haushaltslage auch in Zukunft das Gemeinschaftsleben in Overath und Steinenbrück durch Versammlungsstätten fördern. Bereits seit mehreren Jahren gibt es diesbezüglich Pläne für eine Begegnungsstätte in Steinenbrück. Als zweitgrößter Stadtteil nach Overath ist es wichtig, dass den Bürgerinnen und Bürger, aber auch den Vereinen und Organisationen eine vernünftige Begegnungsstätte zur Nutzung zur Verfügung gestellt wird. Als Ratskandidat möchte ich mich dafür einsetzen, dass diese Pläne überarbeitet und umgesetzt werden. Dies ist nur ein Ziel, was ich verfolge. Weitere Ziele können die Steinenbrücker gerne auf meiner Homepage (www.hartmut-kohkemper.de) nachlesen.

 

Wie stellen Sie sich die Stadt Overath in der Zukunft vor?

„Ich hoffe, dass Overath im Großen und Ganzen so bleibt, wie es ist. Wir leben doch in einer schönen Stadt, mit einer tollen Natur, netten Menschen, vielfältigen Angeboten an Vereinen und Freizeitangeboten, einer vernünftigen Infrastruktur und der Anbindung zu Köln und dem Rest der Welt. Dies zu bewahren ist doch eine wichtige Aufgabe für uns alle.“

 

Warum lohnt es sich in der CDU mitzuarbeiten?

„Ich arbeite seit 2007 in der CDU Overath mit und kann wirklich sagen, dass ich keinen Tag bereut habe. Meine Meinung ist gefragt, mir wurde Respekt entgegengebracht, ich habe viele interessante Menschen kennengelernt, die Partei ist offen für neue Ideen und es macht unheimlich viel Spaß an der Entwicklung Overaths, trotz schwieriger Haushaltslage, mitzuarbeiten.“

 

Wie sieht ihre Familie und ihr Freundeskreis ihr politisches Engagement?

„Leider hat mein Vater meine persönliche politische Entwicklung nicht mehr erlebt. Um so stolzer ist meine Mutter. Obwohl wir politisch nicht immer einer Meinung sind, unterstützt mich meine Lebensgefährtin auf ihre eigene Art und Weise. Es ist gut mit jemandem zu reden, der einem auch eine andere Betrachtungsweise vermittelt.“

 

Wie würden Sie sich selbst charakterisieren?

„Ich bin ein Familienmensch, der großen Wert auf Frieden und Harmonie legt. Als teamfähiger und kompromissbereiter Typ bin ich dennoch in der Lage für meine Überzeugungen zu streiten und meine Ansichten mit langem Atem durchzusetzen. Ich halte mich für offen und ehrlich. Neue Ideen machen mir keine Angst, sondern spornen mich eher an, um bei der Gestaltung mitzuwirken. Als Sozialarbeiter habe ich ein großes Gerechtigkeitsbedürfnis, weshalb ich sehr unzufrieden bin, wenn etwas ungerecht ist. Eine Stärke von mir ist sicherlich, dass ich auch Fehler eingestehen kann. Ich habe kein Problem damit, mich auch einmal zu entschuldigen.“

 

Was lieben Sie an Overath?

„Alles! Die Menschen, die Natur, die Nähe zu Köln. Ich könnte die Liste sicherlich noch endlos fortführen.“

 

Was macht der Privatmensch „Hardy“ Kohkemper am liebsten?

„Neben der Freizeit mit meiner Freundin und meiner Familie muss ich gestehen, dass ich ein Sport- und Fußballverrückter bin. Als bekennender FC Bayern München Fan bin ich auch Mitglied im Fanklub der Deutschen Nationalmannschaft. Hier besuche ich soweit es mir möglich ist Spiele unseres Teams. Privat verreisen meine Lebensgefährtin und ich gerne. Leider viel zu wenig.“

 

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

„Mein großer Traum ist eigentlich einmal die USA und die Südsee zu bereisen. Die Südsee wird wahrscheinlich bis zu meiner Rente warten müssen. Natürlich wünsche ich mir auch Gesundheit für meine Familie, meine Lebensgefährtin und für alle, die ich kenne. Mein größter Wunsch ist allerdings, dass es irgendwann einmal gelingt, dass die Menschen sich nicht weiter gegenseitig töten und kein Kind mehr an Hunger sterben muss.“

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