JU Overath rockte konservativ
Hendrik
Wüst und Landrat Menzel diskutierten mit Jugendlichen
über konservative Grundsätze
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Hendrik Wüst, Uwe Pakendorf und Rolf Menzel im
Gespräch |
„Die
Diskussion war ein toller Erfolg und zum Abschluss
konnten wir so richtig abrocken“, freut sich Sabrina
Schönenborn, Vorsitzende der Jungen Union Overath, über
die Diskussionsveranstaltung am gestrigen Abend im
Overather Kulturbahnhof, zu der knapp vierzig
Jugendliche aus Overath und Umgebung angereist waren.
Hinterfragt wurde mit prominenter Unterstützung von
CDU-Landesgeneralsekretär Hendrik Wüst und Landrat Rolf
Menzel die Frage des Konservatismus in der heutigen
Zeit. Dass Spaß und Politik durchaus ganz
unkonventionell in einer Veranstaltung ihren Platz haben
können, bewies die JU Overath durch die Einladung der
Rockband Luminous Rat, der es im Anschluss an die
Diskussion gelang, den Overather Kulturbahnhof in eine
ausgelassen feiernde Rockhalle zu verwandeln.
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Hendrik Wüst, Uwe Pakendorf, Sabrina Schönenborn und
Rolf Menzel |
Moderiert
wurde die Diskussion von dem Overather und Rösrather
Kreistagskandidaten Uwe Pakendorf, der einleitend die
Frage an Hendrik Wüst nach den Wurzeln des
Konservatismus richtete. Als Mitglied einer Gruppe von
vier bundespolitisch aktiven CDU-Mitgliedern hatte Wüst
im vergangenen Jahr in Zuge der
Grundsatzprogrammdiskussion an einem Papier mitgewirkt,
welches die Grundzüge eines modernen und bürgerlichen
Konservatismus aufgezeigt hat. Dazu Wüst am gestrigen
Abend: „Es gibt keine einheitliche Definition des
Konservatismus in Deutschland. Der Kern eines
konservativen Lebensstils in der heutigen Zeit ist
jedoch die Familie. Überall dort, wo Familie gelebt und
wo Verantwortung für den Nächsten übernommen wird, ist
der Grundbaustein für eine konservative
Lebensphilosophie vorhanden. Und dies sind Menschen, die
sich durch ihre harte Arbeit um unser Land und die
Gesellschaft tagtäglich verdient machen.“ Wüst stellte
jedoch auch heraus, dass eine konservative Politik nicht
mir einer reaktionären Politik verwechselt werden dürfe:
„Konservatismus bedeutet Neuerungen auf ihren Nutzen für
die Gesellschaft zu überprüfen. Wer die Schöpfung
bewahrt, die Soziale Marktwirtschaft als Grundlage des
Wirtschaftssystems akzeptiert, den starken Staat bejaht,
sich aber gegen überbordende Bürokratie stemmt, handelt
nach konservativen Leitsätzen.“
Im
Grundsatz war sich Landrat Rolf Menzel mit dem
CDU-Generalsekretär einig, stellte allerdings bei der
Nachfrage nach den eigenen konservativen Wurzeln fest:
„Ich weiß nicht, ob ich mich selbst als konservativ
bezeichnen würde. Wenn jedoch die tägliche Aufopferung
für die Menschen, für einen harten Job und für meine
Familie als konservativ bezeichnet wird, dann bin ich
definitiv ein konservativ lebender Mensch.“ Die
derzeitige Krise zeige, so Menzel jedoch auch, dass es
in einigen Teilen der Gesellschaft an konservativen
Tugenden wie Verlässlichkeit und Bescheidenheit mangele.
Überzogenes Gewinnstreben und Renditeerwartungen von
Managern und privaten Anlegern stünden in einem harten
Kontrast zu dem Überlebenskampf von Menschen, die
unverschuldet in eine Armutsfalle geraten sind. In
diesem Zusammenhang müsse einem ungehemmten Liberalismus
Einhalt geboten werden.
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Luminous Rat |
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