„Stärken ausbauen und Schwächen minimieren“
Overather Stadtgespräch zum Thema individuelle Förderung
Die CDU Overath lud am 25.September
interessierte Bürger zum Overather Stadtgespräch in das
„Alte Zollhaus“ in Steinenbrück ein. Thema des Abends
war die individuelle Förderung an den weiterführenden
Schulen. Der Overather CDU Vorsitzende Oliver Mohr und
Eva Miersch, verantwortliche CDU Koordinatorin für die
Overather Stadtgespräche, konnten neben interessierten
Gästen die Rektoren der drei weiterführenden Schulen als
Referenten begrüßen.
„Die Stärken ausbauen und die
Schwächen minimieren“, so beschrieb Jürgen Horn, Rektor
der Gemeinschaftshauptschule Overath, die individuelle
Förderung an seiner Schule. Über das sogenannte
„Onlinediagnoseverfahren“, bei dem die Schülerinnen und
Schüler eigenständig über das Internet eine Stärken- und
Schwächenanalyse erstellen, werden Fördermappen
erstellt, die als Grundlage für die weitere individuelle
Förderung dienen. Horn stellte in seinen Ausführungen
klar, dass unter dem Gesichtspunkt der individuellen
Förderung die Hauptschule sich zu einer gebundenen
Ganztagsschule entwickeln sollte. Im Mittelpunkt würde
dabei die schulische Förderung stehen.
Wolfgang Wirsing, Schulrektor der
Bergischen Realschule Overath, verwies darauf, dass in
den unteren Klassen seiner Schule, der Deutschunterricht
im Mittelpunkt der Förderung steht. Hier werden
zusätzliche Stunden angeboten, um Defizite
auszugleichen. Kontinuierliche Förderkonzepte,
Bewerbungstraining und Schulpraktika münden an der
Realschule schließlich in einem Kompetenzscheck. Im
Projekt „Große helfen Kleine“ helfen Schüler sich
gegenseitig bei Schulproblemen. Für sozialschwache
Familien besteht dabei die Möglichkeit der
Kostenübernahme durch den Kinderschutzbund.
Am Paul Klee Gymnasium werden nicht
nur defizitäre, sondern auch hochbegabte Schüler
gefördert. Für diese besteht unter anderem die
Möglichkeit vom Regelunterricht befreit zu werden, um an
Vorlesungen der Hochschule teilzunehmen.
Oberstudiendirektor Jürgen Wesche berichtete darüber
hinaus über weitere Inhalte der individuellen Förderung
am Gymnasium. Das „PKG“ möchte gerne die Voraussetzungen
dafür schaffen, um das Gütesiegel zur individuellen
Förderung vom Schulministerium zu erhalten. Wesche sieht
die Vorteile des Gütesiegels vor allem in der fachlichen
Beratung durch das Ministerium und in der Vernetzung mit
anderen Schulen.
In der Diskussion wünschten sich die
drei Rektoren eine Entlastung bei Verwaltungstätigkeiten
zugunsten der Arbeit mit den Schülern, bessere
Fortbildungsmöglichkeiten und eine stärkere finanzielle
Ausstattung. Trotz mancher Kritik waren sich die meisten
Diskussionsteilnehmer im Grundsatz darin einig, dass das
neue Schulgesetz der richtige Weg ist, um die Bildungs-
und Zukunftschancen von Kindern und Jugendlichen zu
verbessern. „Der Weg hat gerade erst begonnen“, war
deshalb auch der aufmunternde Appell eines
Diskussionsteilnehmers.
Hardy Kohkemper
CDU Pressesprecher
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